resonanzraum festival

 

 

Das resonanzraum Festival ist ein internationales Musikfestival des Ensemble Resonanz im Bunker St. Pauli. Mit Uraufführungen, Improvisationen, Elektronik, Austausch und Tanzbarem wechselt der Raum den Aggregatzustand für eine Feier globaler Kammermusik. In der ersten Ausgabe führen die Programmadern entlang sich lösender und festigender Grenzen griechischer, türkischer und persischer Klangkunst. Drei Tage Laboratorien und experimentelle Konzerte - durch Stoff, Chaos, Meere, Flüsse und offenen Beton.

 

 

 

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programm

tag 1

opening »stoff«

 

21. Juni, 18 Uhr

 

Die Uraufführung von Enno Poppes »Stoff«, ein Grußwort von Dr. Carsten Brosda (Senator für Kultur und Medien) und eine Keynote der Politologin Esra Küçük (Maxim Gorki Theater), eingerahmt von Sokratis Sinopoulos an der Lyra: das feierliche Opening des Festivals mit Schampus an der Bar.

 

Sokratis Sinopoulos

Ensemble Resonanz

 

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urban string »cháos«

 

21. Juni, 21 Uhr

 

Eine URBAN STRING special Edition zu Wüste und Sand und der Geburt der Elemente aus dem Chaos. Mit Musik von Jean-Féry Rebel, Iannis Xenakis und Keyvan und Bijan Chemirani.

 

Keyvan und Bijan Chemirani, Zarb und Percussion

Sutsche, Electronics

Ensemble Resonanz

 

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tag 2

vinyl talk »rembetico«

22. Juni, 18 Uhr

 

Rembetico ist ägäischer Blues, der osmanische Einflüsse mit griechischem Folk verwebt. Sebastian Reier aka Booty Carell und Christos Davidopoulos legen Platten auf – und reden darüber. 

 

Sebastian Reier aka Booty Carrell

Christos Davidopoulos

 

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outernational night »rivers«

22. Juni, 21 Uhr

 

Mal wird der Fluss dieser outernationalen Session vom Barock bestiegen, mal fließt er durch persische Percussion und griechische Lyra-Klänge, um über Improvisationen in einer elektronischen Begegnung von Yannis Kyriakides und Bijan und Keyvan Chemirani zu münden. An den Plattentellern: Booty Carrell und Christos Davidopoulos.

 

Keyvan und Bijan Cheminrani, Percussion

Yannis Kyriakides, Live-Elektronik

Sokratis Sinopoulos, kretische Lyra

Ensemble Resonanz

 

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tag 3

chamber müzik club night »bohor«

23. Juni, 21 Uhr

 

Türkische Lieder, neu arrangiert und gesungen von Derya Yildirim, ein Orchesterwerk von Mikis Theodorakis und »Bohor« von Iannis Xenakis: Das große Festival-Finale im Uebel & Gefährlich.

 

Derya Yildirim, Saz und Gesang

İpek İpekçioğlu, Electronics

Ensemble Resonanz

 

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closing night im resonanzraum

23. Juni, 22:30 Uhr

 

Die rauschende Abschlussparty des #resonanzraumfestivals!

 

Mit Booty Carrell(22:30 Uhr)

und İpek İpekçioğlu(ab 0 Uhr)

 

 

Eintritt gegen Spende.

 

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künstler*innen

Sokratis

 

 

 

Sokratis Sinopoulos 

 

Der Meister an der byzantinischen Lyra ist 1974 in Athen geboren, erhielt zunächst Unterricht in klassischer Gitarre und wurde 

in byzantinischer Musik und griechischem Volkslied ausgebildet. Anschließend nahm Sokratis Sinopoulos 1988 sein Studium an der Lyra und Laute bei Ross Daly auf. Sinopoulos ist sowohl in der byzantinischen Musik als auch in modernen Stilen beheimatet und bewegt sich spielend zwischen Jazz, verschiedenen Volksmusiken und zeitgenössischer Kunstmusik. 2010 gründete er das Sinopoulos Quartett, dessen Debutalbum
beim Label ECM »Eight Winds« international gefeiert wurde. Sokratis Sinopoulos lehrt an
der University of Macedonia in Thessaloniki.

 

www.sokratissinopoulos.com 

 

 

 

Derya Yildirim 

 

Die Hamburgerin Derya Yildirim ist seit einigen Jahren die Speerspitze des türkisch-europäischen Crossovers. Die Sängerin und Multi-Instrumentalistin erlernte von Kindesbeinen an Klavier, Gitarre, Bağlama, Oud und Saxofon.Von 2013 bis 2016 studierte sie an der Hamburger Musikhochschule und setzte ihr Studium im Fach Bağlama bei Taner Akyol an der Universität der Künste in Berlin fort. Yildirim arrangiert die reiche traditionelle türkische Poesie immer wieder neu und führt sie in die Zukunft, ohne dabei das Bewusstsein für die Vergangenheit zu verlieren. Mit ihrer Band »Derya Yildirim & Grup Şimşek« hat sie 2017 die Debut-EP »Nem Kaldi« veröffentlicht: ein tanzbares Set bekannter türkischer Songs in neuem, ungeahntem Gewand. Es verbindet anatolische Volksmusik mit modernen Grooves und Andeutungen von Psychedelia, Jazz und Funk – die neue »deutschanatolische Psycho-Pop-Sensation« (Junge Welt). 

bijan

Bijan und Keyvan Chemirani

 

Die Brüder Keyvan und Bijan Chemirani wuchsen mit persischer Percussionsmusik auf: Beide lernten das Spiel auf der Zarb von ihrem Vater Djamchid Chemirani. Gemeinsam mit ihm bespielen
sie als Trio Chemirani die Bühnen der Welt und vermitteln dabei die großartige Vielfalt iranischer Percussionsmusik. In ihrem Schaffen legen die Brüder großen Wert auf den Austausch zwischen musikalischen Stilen und Kulturen – so gehören Kollaborationen mit Musikern aus Jazz, Pop und Klassik (Sting, Renaud Garcia-Fons, Jean- Guihen Queyras) genauso zu ihrem Alltag wie die Zusammenarbeit mit Größen der outernationalen Musikszene (Ballaké Sissoko, Sokratis Sinopoulos).

bijan

 

 

 

 

Enno Poppe

 

Geboren 1969 in Hemer/Sauerland, gehört Enno Poppe zu den wichtigsten jüngeren Komponisten Neuer Musik in Deutschland. Poppe studierte Dirigieren und Komposition an der Universität der Künste Berlin, unter anderem bei Friedrich Goldmann und Gösta Neuwirth. Es folgten weiterführende Studien in den Bereichen Klangsynthese und algorithmische Komposition an der Technischen Hochschule Berlin
und am Zentrum für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe. Seine Werke werden weltweit von nahezu allen namhaften Ensembles und auf den meisten Festivals für Neue Musik aufgeführt. Enno Poppe lebt und arbeitet seit 1990 in Berlin, wo er seit 1998 das Ensemble Mosaik dirigiert.

Enno Poppe
kyriakides

 

Yannis Kyriakides

 

Der Komponist und Elektronik-Künstler Yannis Kyriakides wurde in Zypern geboren, wuchs in Großbritannien auf und lebt in den Niederlanden. In seinen Arbeiten sucht er einerseits nach neuen Mischformen von Medien, die mit der Wahrnehmung von Raum und Zeit spielen, andererseits kombiniert er traditionelle Aufführungspraktiken mit dem Einsatz digitaler Medien. Ein zentrales Thema seines Werkes ist die Beziehung zwischen Sprache und Musik – und was Musik eigentlich kommuniziert. Gemeinsam mit Andy Moor gründete er das Plattenlabel Unsounds für neue elektronische Musik. Und veröffentlichte unter anderem das Album »Rebetika« auf dem sie sich mit griechischem Rembetiko beschäftigen. Kyriakides unterrichtet Komposition am Königlichen Konservatorium für Musik in Den Haag.

 

www.kyrakides.com

 

 

 

 

İpek İpekçioğlu

 

Die Berlinerin İpek İpekçioğlu ist eine der angesagtesten DJ’s der Berliner Clubszene und wird als international bekannte Queen des Eklektik BerlinIstan nicht umsonst als »Zeremonienmeisterin der transkulturellen Völkerverständigung« (taz) bezeichnet. Die international renommierte, mehrfach ausgezeichnete, in Berlin und Instanbul wohnende und queer lebende DJ, Produzentin und Kuratorin ist bekannt für ihren einzigartigen hybriden Sound. Inspiriert von ihrer bi-kulturellen Sozialisation agiert sie außerhalb gängiger Pop Klischees. Psychedelic Turkish Funk trifft auf Disko, Balkanfolk auf House, kurdischer Halay auf Elektro, türkischer Tango auf Break Beat, Bhangra auf Moombahton, albanischer

Pop auf Twerk, iranischer Folk auf Techno. Ihre FolkElektroFusion setz überraschende Akzente im Flow der Club Music.

 

www.djipek.com
Ipek

 

 

 

Sutsche

 

Sutsche sind die Hamburger DJs Akaak, Martin Moritz und Gurss Von Dred. Seit 2008 legen sie
ihre Techno- und House-Maxis zu langsam auf – in 33 statt 45 rpm. In Zeitlupe wird der Groove zum hypnotischen Mantra, der Drop zum Gleitflug, die Beats schlagen Kapriolen von ungeahnter Schönheit. Dazu lässt es sich famos tanzen – besser, länger und langsamer.

Christos Davidopoulos

 

Eher zufällig landete Christos Davidopoulos 1980 in München und war schon bald Stammkunde im ersten und ältesten Indieplattenladen Münchens. Es dauerte nicht lange bis er hinter den Tresen wechselte, um sich dann, nach abgeschlossenen Physikstudium, ganz der Musik und dem Optimalplattenladen

zu widmen. Für das Münchner Trikont Label hat er eine großartige Rembetiko-Platte und zwei Hank William Compilations zusammen gestellt, für »Zündfunk« auf Bayern 2 produzierte er diverse Sendungen und ist seit vielen Jahren ein geschätzter DJ.

booty hochkant

 

 

booty carrell

 

Sebastian Reier alias DJ Booty Carrell lebt und arbeitet in Hamburg. Der Musikvermittler, Menschenzusammenbringer und selbsternannte Vinylarchäologe bringt die zweite Welle musikalischer Globalisierung und Minority Pop auf Tanzflächen: türkische Psychedelia, persischer Pop, pakistanische Filmmusik, rumänische Proto-Manele, jemenitisch-jüdischen Funk und Welthits von der anderen Seite der Welt. Tourneen und Auftritte führten ihn nach Pakistan, in die Türkei und quer durch Europa: Als Kurator und Produzent von Musikprogrammen ist er unter anderem für »New Hamburg« in Kooperation mit dem Deutschen Schauspielhaus und bei der Architekturbiennale Venedig tätig. Zudem arbeitet er als Autor für den Sender ByteFM, wo er alle zwei Wochen seine musikalischen Entdeckungen im Rahmen seiner Sendung »Groovie Shizzl« teilt.

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