resonanzraum festival 2019

 

 

20. - 22. Juni 2019

 

Die zweite Ausgabe des resonanzraum Festivals geht barfuß auf die Suche nach der blauen Blume. Und stößt auf Lieder, die in Dingen schlafen. 

 

Sinne und Formen sind offen: von romantischen Waldgesprächen, Liebes-Briefen ins Ungewisse über elektronische Libellen zu analogem Techno.

 

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programm

 

 

 

 

tag 1

waldgespräche

 

20. Juni, 19 Uhr

 

Waldgespräche, barfuß und Erleuchtungen mit Nachtigall. Auf der Lichtung hebt die Welt an zu singen – mit Sopranistin Christina Landshamer, Cornelius Witthoefft am Klavier und dem Ensemble Resonanz. Werke von Fanny Mendelssohn, Alexander von Zemlinsky, Alban Berg und Carola Bauckholt.

 

Musiker und Sounddesigner Korhan Erel liebt den Mikrokosmos von Klängen und spielt in Berliner Parks live mit Nachtigallen. Zu seiner Performance in Hamburg bringt er Sounds aus Wald und Wiesen mit sowie vertonte romantische Texte.

dragonflies with birds and snake – feat. felix kubin

 

20. Juni, 22 Uhr

 

Ein flackernder Hardcore- Naturfilm des Künstlers Wolfgang Lehmann zerstäubt die Sinne, neu vertont von Felix Kubin. Ein wilder Urwald aus Formen und Farben, Dokumentation und Meditation zugleich, eine hypnotisch freudige Evokation natürlicher Lebenszyklen.

tag 2

manele - vinyl talk 

 

21. Juni, 18 Uhr

 

Jan Plewka, Sebastian Reier und Horațiu Șerbănescu hören Platten und reden darüber. Von rumänischem Menele über Märchen, Mythen und Lieder zu nackten Seelen im Pop.

juliet letters feat. jan plewka

 

21. Juni, 20 Uhr

 

Mondbeglänzte Briefe ins Unbekannte, gesungen von Jan Plewka, begleitet vom Ensemble Resonanz: Elvis Costellos »The Juliet Letters« gespickt mit »Liebe« von Mica Levi – Drinks gibt es für »Tristan und Isolde« und Liebeslieder aus der Feder von Jan Plewka.

tag 3

lieder - salon

 

22. Juni, 11 Uhr

 

Und meine Seele spannte weit ihre Flügel aus...

 

Christina Landshamer singt romantische Lieder von Schubert zu Schumann, wir trinken schwarzen Kaffee.

 

Danach: Ein bunkersalon über aktuelle politische Bezüge zum »Romantischen« und was davon geblieben ist. Trägt politischer Aktivismus Züge des Romantischen? Brauchen wir mehr davon oder ist es gefährlich, wenn sich die Sphäre des Politischen mit romantischen Utopien verbindet? Unterbrochen von Musik diskutieren wir mit Stephanie Töwe (Greenpeace) und dem Romantik- Experten Stefan Willer (HU Berlin)

urban string »alltagspoesie« feat. paul frick

 

22. Juni, 11 Uhr

 

Ein urban string im resonanzraum festival goes Uebel & Gefährlich. Mit Live-Elektronik, analogem Techno und Kompositionen von Paul Frick im Spiegel der Romantik. Er beschreibt es so:

 

»Alltagspoesie, a word I sometimes had in mind, the poetry of everyday life. The thought that however small and unimportant things and people are, they – or we – al hint towards each other, if not to say towards the whole.«

künstler*innen

Finnegan Downie Dear

 

Der in London geborene Finnegan ist ein junger Dirigent, der für seine reifen und intensiven Auftritte bekannt ist und anspruchsvollsten Partituren Klarheit und Vitalität verleiht. Er studierte an der Cambridge University und der Royal Academy of Music und schloss beide Studien mit Auszeichnung ab, bevor er 2017 zum Associate of RAM gewählt wurde. Als Musikdirektor der Shadwell Opera haben seine Auftritte in der nationalen und internationalen Presse regelmäßige Beachtung gefunden. Zu den aktuellen Höhepunkten gehören seine Debüts mit dem Orchestre Philharmonique du Luxembourg, dem Ensemble Resonanz, dem RTÉ National Symphony Orchestra, der Frankfurter Oper, dem Royal Opera House, Covent Garden und dem Tiroler Festival ERL.

Korhan Erel

 

Korhan Erel ist Elektronik-Musiker, Improvisator und Sounddesigner mit Lebens- und Arbeitsmittelpunkt in Berlin. Erel war Gründungsmitglied von »Islak Köpek«, einem der ersten Ensembles für freie Improvisation und experimentelle Musik in

der Türkei. Seit 2011 spielt er regelmäßig im Duo mit Gunnar Lettow. Sein neues Projekt »The Liz« mit Liz Allbee und Liz Kosack wurde 2016 von der Initiative für Neue Musik gefördert und u.a. zum Moers Festival eingeladen. In Kollaborationen und solistisch spielt Korhan Erel improvisierte sowie komponierte Musik und tourt international. Mit seinen Klangkunstarbeiten war er bei Ausstellungen in der Türkei und Deutschland präsent sowie mit Konzerten bei Vernissagen von Kunstausstellungen, darunter die Biennalen von Istanbul (2013) und Riga (2018).

 

https://korhanerel.com/

Christina Landshamer

 

Aufgewachsen ist die gebürtige Münchnerin seinerzeit „zweisprachig“ – hochdeutsch und im Dialekt. Vor allem aber pflegte man in der großen Familie die Liebe zur Musik – und auch hier ebenso zur traditionellen Volksmusik wie zur Klassik. Studiert hat Landshamer an der Hochschule für Musik und Theater bei Angelica Vogel sowie anschließend in der Liedklasse

von Konrad Richter und in der Solistenklasse bei Dunja Vejzović an der Staatlichen Hochschule
für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart. Heute ist sie eine vielseitige und weltweit gefragte Konzert-, Opern- und Liedsängerin. Wien, Salzburg, Berlin, Baden- Baden, Nikolaus Harnoncourt, Kent Nagano, Christian Thielemann, Simon Rattle – illustre Namen schmücken die Liste ihrer Auftrittsorte und Pult-Begleiter.

 

https://www.christina-landshamer.de/

Felix Kubin

 

Felix Kubin gehört zu den vielseitigsten Performern und Komponisten zeitgenössischer elektronischer Musik. In der Aufbruchsstimmung der Home- Recording-Ära begann er mit 12 Jahren, Tonexperimente auf einem 4-Spur-Gerät aufzunehmen. Nach ersten Konzerten im Umfeld des legendären Hamburger Labels ZickZack umfasst sein Universum heute Sci-Fi Pop, preisgekrönte Hörspiele, Lecture Performances und Orchesterkompositionen. In seiner Musik finden sich Elemente von industriellem Lärm, abstraktem Pop, Film- und Avantgardemusik des 20. Jahrhunderts. Kubin ist darüber hinaus Betreiber des Hamburger Elektronik-Labels Gagarin Records, einem unersetzlichen Aderlass für »Futurist Pop, Anti-Music, Electronic Surgery, Sound and Radio Art and Preußen-Noise.«

 

http://www.felixkubin.com/

Paul Frick

 

Paul Frick wurde in Berlin geboren. Ab dem Alter von zwölf bekam er Kompositionsunterricht bei Il-Ryun Chung, Komposition studierte er
bei Friedrich Goldmann an der Universität der Künste Berlin. Ab 2008 wurde die Gruppe Brandt Brauer Frick mit Daniel Brandt und Jan Brauer zum seinem Mittelpunkt, was zum zehnköpfigen Brandt Brauer Frick Ensemble führte, in dem Frick Klavier spielt und die Stücke notiert. Beide Formationen sind seitdem in über fünfzig Ländern aufgetreten, unter anderem Lincoln Center New York, Coachella Valley Music and Arts Festival, Glastonbury Festival, Montreux Jazz Festival und Centre Pompidou Paris. Im Herbst 2018 erschien sein Soloalbum „Second Yard Botanicals“ auf Apollo/R&S Records.

Jan Plewka

 

Mit neun Jahren die erste Band, Tätigkeiten als Synchron-Sprecher und Schauspieler – so verbringt Jan Plewka seine Schulzeit. Einen »ordentlichen Beruf« erlernte er im Bereich Graphik und Gestaltung. 1993 gründeten Jan Plewka und Christian Neander die Band

Selig – in den 90er Jahren die deutsche Band schlechthin. Nach der Bandauflösung brachte Jan Plewka 2002 sein erstes offizielles Solo-Album »Zuhause, Da War Ich Schon ...« heraus. Er arbeitet u.a. mit Freundeskreis-Chef Max Herre, geht solo auf Tournee mit Songs von Rio Reiser, 2008 kehrt er zu seiner alten Band Selig zurück, was ihn nicht von weiteren Solo-Aktivitäten abhält. Im Kinofilm »Liebeslied«,
für den er auch den Soundtrack schreibt, spielt er eine Hauptrolle neben Nicolette Krebitz.

 

https://www.jan-plewka.de/

Horaţiu Şerbănescu

 

Plevna ist das Pseudonym von Horațiu Serbanescu, einem in Bukarest ansässigen Musiker und Produzenten, Teil des Labels Future Nuggets und Mitglied der Band Impex. Seit Jahren schleift Plevna an seinen Klang-Juwelen, indem er Melodien aus südöstlichen Raum- Zeit-Anomalien extrahiert. Sein Sound steht in Balance zwischen zarter Nostalgie der 80er Jahre und zeitgenössischer orientalischer Melodie, er springt zwischen Taktarten und setzt den verdrehten 9/8 in stete Neukonstruktionen. Plevnas EP und viele seiner Tracks wirken wie ein Ausflug in eine Opulenz eindringlicher Melodien und ungewohnter Melancholie – eine komplexe Klang-Alchemie zwischen Orient und Okzident. Wechselseitige Übersetzungen zwischen verschiedenen Musik- traditionen auf elektronischen und psychedelischen Wegen.

Cornelis Witthoefft

 

Cornelis Witthoefft ist Pianist, Dirigent und seit 2004 Professor für Lied an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart. In seiner Heimatstadt Hamburg studierte er zunächst EvangelischeKirchenmusik,danach Orchesterdirigieren, Korrepetition und Chorleitung in Wien. Beim Internationalen Lied-Wettbewerb »Franz Schubert und die Musik
der Moderne« in Graz erhielt er
den Sonderpreis »Musik des 20. Jahrhunderts«. Neben langjährigen Engagements als Solorepetitor an den Staatsopern Wien und Stuttgart führten ihn Dirigierverpflichtungen und Einstudierungen an wichtige Opernhäuser wie die Opéra
de la Bastille Paris, das Teatro Massimo Palermo, die Vlaamse Opera Antwerpen, die Salzburger Festspiele und an das New National Theater Tokio. Witthoefft pflegt
eine umfangreiche Konzerttätigkeit als Solo- und Liedpianist sowie als Kammermusiker.

Sebastian Reier aka Booty Carell

 

Sebastian Reier alias DJ Booty Carrell ist Musikvermittler, Menschenzusammenbringer und selbsternannter Vinylarchäologe. Er bringt die zweite Welle musikalischer Globalisierung und Minority Pop auf Tanzflächen: türkische Psychedelia, persischer Pop, pakistanische Filmmusik, rumänische Proto-Manele, jemenitisch-jüdischen Funk und Welthits von der anderen Seite der Welt. Als Kurator und Produzent von Musikprogrammen ist er unter anderem für »New Hamburg« in Kooperation mit dem Deutschen Schauspielhaus und bei der ArchitekturbiennaleVenedigtätig. Zudem arbeitet er als Autor für den Sender ByteFM, wo er alle zwei Wochen seine musikalischen Entdeckungen im Rahmen seiner Sendung »Groovie Shizzl« teilt.

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rückblick

resonanzraum Festival 2018

resonanzraum festival 2018

 

 

 

 

Das resonanzraum Festival ist ein internationales Musikfestival des Ensemble Resonanz im Bunker St. Pauli. Mit Uraufführungen, Improvisationen, Elektronik, Austausch und Tanzbarem wechselt der Raum den Aggregatzustand für eine Feier globaler Kammermusik. In der ersten Ausgabe führen die Programmadern entlang sich lösender und festigender Grenzen griechischer, türkischer und persischer Klangkunst. Drei Tage Laboratorien und experimentelle Konzerte - durch Stoff, Chaos, Meere, Flüsse und offenen Beton.

 

 

 

filme

 

 

 

outernational night »rivers«

 

 

 

 

 

chamber müzik club night »bohor«

 

 

programm 2018

tag 1

opening »stoff«

 

21. Juni, 18 Uhr

 

Die Uraufführung von Enno Poppes »Stoff«, ein Grußwort von Dr. Carsten Brosda (Senator für Kultur und Medien) und eine Keynote der Politologin Esra Küçük (Maxim Gorki Theater), eingerahmt von Sokratis Sinopoulos an der Lyra: das feierliche Opening des Festivals mit Schampus an der Bar.

 

Sokratis Sinopoulos

Ensemble Resonanz

urban string »cháos«

 

21. Juni, 21 Uhr

 

Eine URBAN STRING special Edition zu Wüste und Sand und der Geburt der Elemente aus dem Chaos. Mit Musik von Jean-Féry Rebel, Iannis Xenakis und Keyvan und Bijan Chemirani.

 

Keyvan und Bijan Chemirani, Zarb und Percussion

Sutsche, Electronics

Ensemble Resonanz

tag 2

vinyl talk »rembetico«

22. Juni, 18 Uhr

 

Rembetico ist ägäischer Blues, der osmanische Einflüsse mit griechischem Folk verwebt. Sebastian Reier aka Booty Carell und Christos Davidopoulos legen Platten auf – und reden darüber. 

 

Sebastian Reier aka Booty Carrell

Christos Davidopoulos

outernational night »rivers«

22. Juni, 21 Uhr

 

Mal wird der Fluss dieser outernationalen Session vom Barock bestiegen, mal fließt er durch persische Percussion und griechische Lyra-Klänge, um über Improvisationen in einer elektronischen Begegnung von Yannis Kyriakides und Bijan und Keyvan Chemirani zu münden. An den Plattentellern: Booty Carrell und Christos Davidopoulos.

 

Keyvan und Bijan Cheminrani, Percussion

Yannis Kyriakides, Live-Elektronik

Sokratis Sinopoulos, kretische Lyra

Ensemble Resonanz

tag 3

chamber müzik club night »bohor«

23. Juni, 21 Uhr

 

Türkische Lieder, neu arrangiert und gesungen von Derya Yildirim, ein Orchesterwerk von Mikis Theodorakis und »Bohor« von Iannis Xenakis: Das große Festival-Finale im Uebel & Gefährlich.

 

Derya Yildirim, Saz und Gesang

İpek İpekçioğlu, Electronics

Ensemble Resonanz

closing night im resonanzraum

23. Juni, 22:30 Uhr

 

Die rauschende Abschlussparty des #resonanzraumfestivals!

 

Mit Booty Carrell(22:30 Uhr)

und İpek İpekçioğlu(ab 0 Uhr)

 

 

Eintritt gegen Spende.

künstler*innen

Sokratis

 

 

 

Sokratis Sinopoulos 

 

Der Meister an der byzantinischen Lyra ist 1974 in Athen geboren, erhielt zunächst Unterricht in klassischer Gitarre und wurde 

in byzantinischer Musik und griechischem Volkslied ausgebildet. Anschließend nahm Sokratis Sinopoulos 1988 sein Studium an der Lyra und Laute bei Ross Daly auf. Sinopoulos ist sowohl in der byzantinischen Musik als auch in modernen Stilen beheimatet und bewegt sich spielend zwischen Jazz, verschiedenen Volksmusiken und zeitgenössischer Kunstmusik. 2010 gründete er das Sinopoulos Quartett, dessen Debutalbum
beim Label ECM »Eight Winds« international gefeiert wurde. Sokratis Sinopoulos lehrt an
der University of Macedonia in Thessaloniki.

 

www.sokratissinopoulos.com 

 

 

 

Derya Yildirim 

 

Die Hamburgerin Derya Yildirim ist seit einigen Jahren die Speerspitze des türkisch-europäischen Crossovers. Die Sängerin und Multi-Instrumentalistin erlernte von Kindesbeinen an Klavier, Gitarre, Bağlama, Oud und Saxofon.Von 2013 bis 2016 studierte sie an der Hamburger Musikhochschule und setzte ihr Studium im Fach Bağlama bei Taner Akyol an der Universität der Künste in Berlin fort. Yildirim arrangiert die reiche traditionelle türkische Poesie immer wieder neu und führt sie in die Zukunft, ohne dabei das Bewusstsein für die Vergangenheit zu verlieren. Mit ihrer Band »Derya Yildirim & Grup Şimşek« hat sie 2017 die Debut-EP »Nem Kaldi« veröffentlicht: ein tanzbares Set bekannter türkischer Songs in neuem, ungeahntem Gewand. Es verbindet anatolische Volksmusik mit modernen Grooves und Andeutungen von Psychedelia, Jazz und Funk – die neue »deutschanatolische Psycho-Pop-Sensation« (Junge Welt). 

bijan

Bijan und Keyvan Chemirani

 

Die Brüder Keyvan und Bijan Chemirani wuchsen mit persischer Percussionsmusik auf: Beide lernten das Spiel auf der Zarb von ihrem Vater Djamchid Chemirani. Gemeinsam mit ihm bespielen
sie als Trio Chemirani die Bühnen der Welt und vermitteln dabei die großartige Vielfalt iranischer Percussionsmusik. In ihrem Schaffen legen die Brüder großen Wert auf den Austausch zwischen musikalischen Stilen und Kulturen – so gehören Kollaborationen mit Musikern aus Jazz, Pop und Klassik (Sting, Renaud Garcia-Fons, Jean- Guihen Queyras) genauso zu ihrem Alltag wie die Zusammenarbeit mit Größen der outernationalen Musikszene (Ballaké Sissoko, Sokratis Sinopoulos).

bijan

 

 

 

 

Enno Poppe

 

Geboren 1969 in Hemer/Sauerland, gehört Enno Poppe zu den wichtigsten jüngeren Komponisten Neuer Musik in Deutschland. Poppe studierte Dirigieren und Komposition an der Universität der Künste Berlin, unter anderem bei Friedrich Goldmann und Gösta Neuwirth. Es folgten weiterführende Studien in den Bereichen Klangsynthese und algorithmische Komposition an der Technischen Hochschule Berlin
und am Zentrum für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe. Seine Werke werden weltweit von nahezu allen namhaften Ensembles und auf den meisten Festivals für Neue Musik aufgeführt. Enno Poppe lebt und arbeitet seit 1990 in Berlin, wo er seit 1998 das Ensemble Mosaik dirigiert.

Enno Poppe
kyriakides

 

Yannis Kyriakides

 

Der Komponist und Elektronik-Künstler Yannis Kyriakides wurde in Zypern geboren, wuchs in Großbritannien auf und lebt in den Niederlanden. In seinen Arbeiten sucht er einerseits nach neuen Mischformen von Medien, die mit der Wahrnehmung von Raum und Zeit spielen, andererseits kombiniert er traditionelle Aufführungspraktiken mit dem Einsatz digitaler Medien. Ein zentrales Thema seines Werkes ist die Beziehung zwischen Sprache und Musik – und was Musik eigentlich kommuniziert. Gemeinsam mit Andy Moor gründete er das Plattenlabel Unsounds für neue elektronische Musik. Und veröffentlichte unter anderem das Album »Rebetika« auf dem sie sich mit griechischem Rembetiko beschäftigen. Kyriakides unterrichtet Komposition am Königlichen Konservatorium für Musik in Den Haag.

 

www.kyrakides.com

 

 

 

 

İpek İpekçioğlu

 

Die Berlinerin İpek İpekçioğlu ist eine der angesagtesten DJ’s der Berliner Clubszene und wird als international bekannte Queen des Eklektik BerlinIstan nicht umsonst als »Zeremonienmeisterin der transkulturellen Völkerverständigung« (taz) bezeichnet. Die international renommierte, mehrfach ausgezeichnete, in Berlin und Instanbul wohnende und queer lebende DJ, Produzentin und Kuratorin ist bekannt für ihren einzigartigen hybriden Sound. Inspiriert von ihrer bi-kulturellen Sozialisation agiert sie außerhalb gängiger Pop Klischees. Psychedelic Turkish Funk trifft auf Disko, Balkanfolk auf House, kurdischer Halay auf Elektro, türkischer Tango auf Break Beat, Bhangra auf Moombahton, albanischer

Pop auf Twerk, iranischer Folk auf Techno. Ihre FolkElektroFusion setz überraschende Akzente im Flow der Club Music.

 

www.djipek.com
Ipek

 

 

 

Sutsche

 

Sutsche sind die Hamburger DJs Akaak, Martin Moritz und Gurss Von Dred. Seit 2008 legen sie
ihre Techno- und House-Maxis zu langsam auf – in 33 statt 45 rpm. In Zeitlupe wird der Groove zum hypnotischen Mantra, der Drop zum Gleitflug, die Beats schlagen Kapriolen von ungeahnter Schönheit. Dazu lässt es sich famos tanzen – besser, länger und langsamer.

Christos Davidopoulos

 

Eher zufällig landete Christos Davidopoulos 1980 in München und war schon bald Stammkunde im ersten und ältesten Indieplattenladen Münchens. Es dauerte nicht lange bis er hinter den Tresen wechselte, um sich dann, nach abgeschlossenen Physikstudium, ganz der Musik und dem Optimalplattenladen

zu widmen. Für das Münchner Trikont Label hat er eine großartige Rembetiko-Platte und zwei Hank William Compilations zusammen gestellt, für »Zündfunk« auf Bayern 2 produzierte er diverse Sendungen und ist seit vielen Jahren ein geschätzter DJ.

booty hochkant

 

 

booty carrell

 

Sebastian Reier alias DJ Booty Carrell lebt und arbeitet in Hamburg. Der Musikvermittler, Menschenzusammenbringer und selbsternannte Vinylarchäologe bringt die zweite Welle musikalischer Globalisierung und Minority Pop auf Tanzflächen: türkische Psychedelia, persischer Pop, pakistanische Filmmusik, rumänische Proto-Manele, jemenitisch-jüdischen Funk und Welthits von der anderen Seite der Welt. Tourneen und Auftritte führten ihn nach Pakistan, in die Türkei und quer durch Europa: Als Kurator und Produzent von Musikprogrammen ist er unter anderem für »New Hamburg« in Kooperation mit dem Deutschen Schauspielhaus und bei der Architekturbiennale Venedig tätig. Zudem arbeitet er als Autor für den Sender ByteFM, wo er alle zwei Wochen seine musikalischen Entdeckungen im Rahmen seiner Sendung »Groovie Shizzl« teilt.

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ByteFM
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Das resonanzraum Festival wird durch besonderes Engagement der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien und der Elisabeth und Karl-Heinz-Behnke Stiftung ermöglicht.